Emotion vor Ratio: Echte Führungskultur benötigt einen emotionalen Konsens

Positive Führungskultur für hohe Identifikation mit dem Unternehmen

Führung wird vielerorts trainiert. Doch ohne den passenden Rahmen und ein gleiches Verständnis verpufft die Wirkung zu großen Teilen.

Yahoo-Chefin Marissa Meyer will sich in ihrem inzwischen nicht mehr ganz so neuen Job offensichtlich als perfekte Saniererin erweisen. Seit ihrem Start als CEO regiert sie den Internet-Konzern mit harter Hand. Die Mitarbeiter werden inzwischen nach Jack Welchs längst veralteter und trotzdem populärer 20-70-10-Regel bewertet. Nach den ‚Quarterly Reviews‘ können sich die 20 Prozent der ‚Stars‘ zwar über Anerkennung, besondere Förderung sowie die Aussicht auf hohe Boni freuen, die Schlusslichter müssen dagegen fürchten, demnächst ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Bestehende Home-Office-Vereinbarungen wurden aufgekündigt – Marissa Meyer erwartet künftig ausnahmslos Präsenz im Office. Die Anwesenheitspflicht soll vor allem mehr Kontrolle sicherstellen.

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Stereotype: Was daraus für gute Führung folgt

Mobbing

Kein Mensch ist vorurteilsfrei. Doch wo Stereotype überhand nehmen…

Wir alle kennen es – das gute alte Vorurteil: Frauen sind emotional und Männer rational. Frau X ist persönlich nett, aber produziert nur heiße Luft. Herr Y arbeitet ausschließlich für seinen nächsten Schritt auf der Karriereleiter, mit Teamwork hat er nichts am Hut. Wenn solche Vorurteile in eine Arbeitsgruppe Einzug halten, können sie Kommunikation und Kollaboration der Teammitglieder und damit deren Produktivität empfindlich stören. Wenn sie sich gegen einen einzelnen Mitarbeiter richten, steht möglicherweise demnächst Mobbing auf der Tagesordnung, falls Sie als Chef betroffen sind, wird Ihr Team de facto führungslos. Die Auflösung solcher (negativer) Stereotype ist also ein relevantes Führungsthema.

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Amazon: „Gläserner Kunde“ versus „gläserner Mitarbeiter“

Online Shopping

Woher wollen Sie wissen, was sie wollen, bevor Amazon es für Sie bestellt hat?

Dass Jeff Bezos und Amazon dem ‚Imperator Kunde‘ huldigen, ist bekannt. Gerade hat das Unternehmen ein neues Patent erworben: Durch ‚vorausschauenden Versand‘  soll die Ware, die für einen bestimmten Kunden passt, schon zu diesem unterwegs sein, bevor er überhaupt Amazons gelben ‚Kaufen‘-Button betätigt hat. Bestimmte Waren verschickt der Online-Händler schon einmal an ein Versandzentrum in der Region, in der er einen oder mehrere Interessenten für ein Produkt vermutet. Bei einer Bestellung profitieren die Kunden nochmals von verkürzten Lieferfristen.

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Newsletter – Dr. Thorsten Bosch AG – Der Insider – 04|2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

wieder ist ein Monat vergangen und so freue ich mich, den neuen Leitartikel von Patrizia Servidio ankündigen zu dürfen. Er beschreibt anschaulich typische Verhaltensweisen in deutschen Unternehmen, gibt damit Einblick in den Führungsalltag und zeigt Ansatzpunkte zur Optimierung.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

Herzliche Grüße
Dr. Thorsten Bosch

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Konflikte – Normalität im Führungsalltag

… warum gerade die Konfliktscheu vieler Führungskräfte erst zu Konflikten führt

Die meisten Menschen fürchten sie und würden alles dafür geben, sie zu vermeiden: Konflikte. Auch viele Führungskräfte haben Angst vor Konflikten und blenden Konfliktherde oft unbewusst aus – wohl in der Hoffnung, das Thema erledige sich – irgendwann – von selbst.

Konflikte werden als anstrengend empfunden und zwischenmenschliche Beziehungen geraten potentiell in Gefahr. Die Angst vor dem Konflikt rührt daher, dass im Vorfeld meist nicht klar ist, wie der Konflikt letztlich ausgeht. Im schlimmsten Falle ist die Beziehung zwischen den Konfliktparteien am Ende komplett zerrüttet. Deshalb versuchen viele Führungskräfte – unbewusst – Konflikten auszuweichen. Diese Konfliktscheu führt in Unternehmen oft zu ungeahnten Reibungs- und Performanceverlusten und folglich zu versteckten Opportunitätskosten.

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Welche Grenzen hat die virtuelle Expansion?

Online ShoppingDie Expansion im eCommerce erreicht neue Dimensionen. Technik-Freak Jeff Bezos will, dass die bestellten Waren künftig auch per Drohne zu den Kunden kommen, außerdem drängt Amazon ins TV-Geschäft. Zalando plant einen Börsengang trotz ’solider‘ roter Zahlen. Der stationäre Einzelhandel befürchtet ein immer stärkeres Abgleiten in die Defensive.

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Verhandeln nach Loriot oder:

 Das (Senf-)Korn Wahrheit über Preisverhandlungen

Preisverhandlungen sind eine Frage der Haltung, wie Loriot uns lehrt

Preisverhandlungen sind eine Frage der Haltung, wie Loriot uns lehrt

„Mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein“ – mit diesem Satz beginnt eine der bekanntesten Szenen von Loriot im filmischen Meisterwerk „Pappa ante Portas“. In seiner Rolle als Heinrich Lohse initiiert der Protagonist im weiteren Verlauf mit den Inhabern eines Tante-Emma-Ladens einen Kampf um Prozente und Rabatte. Offensichtlich ist dieser Einsatz von Erfolg gekrönt, denn kurze Zeit später liefert sein Verhandlungspartner einen Vorrat an Senfgläsern zum Anwesen der Lohses, der in den meisten Familien den Verbrauch nicht nur einer Generation abdecken dürfte.

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Mangelnde Mitarbeitermotivation

24 Prozent der Arbeitnehmer befinden sich in der inneren Kündigung

Mangelnde Mitarbeitermotivation

‚Innere Kündigung‘ grassiert…

Der sprichwörtliche Dienst nach Vorschrift wird in aller Regel Behörden und Beamtenseelen zugesprochen. In der Privatwirtschaft sollten zumindest der Idee – und den wirtschaftlichen Erfordernissen nach – Engagement, Leistungsbereitschaft und Teamgeist auf der Tagesordnung stehen. Der „Gallup Engagement Index 2013“ zeichnet allerdings ein anderes Bild. Demnach hat die Mehrheit der Deutschen kaum eine emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber, rund ein Viertel aller Beschäftigten hat sich bereits für die innere Kündigung entschieden. Die Zahlen lassen den Rückschluss zu, dass es um die Mitarbeitermotivation in deutschen Firmen schlecht bestellt ist.

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Der Wechsel in eine Führungsposition – oft komplizierter als gedacht

Der Wechsel in eine Führungsposition ist nicht immer einfach

Auf den formalen Aufstieg folgt nicht selten ein Gefühl des Scheiterns…

Beruflicher Aufstieg gilt vielen als das Non-Plus-Ultra eines erfolgreichen Arbeitslebens. Berufsanfänger gehen oft schon mit klar definierten Karrierezielen an den Start und arbeiten danach über Jahre auf den Aufstieg in die Chefetage hin. Attraktiv erscheint der Wechsel auf eine Position aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: Chef-sein bedeutet spannendere Arbeitsinhalte, größere Verantwortung, einen höheren Status und natürlich auch mehr Geld und Macht.

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Präsentismus – die negative Konsequenz des Arbeitswahns

Vom Präsentismus in den Burnout

Präsentismus: ein Unterbietungswettkampf in Sachen Selbstausbeutung…

Das Institut für Demoskopie und Meinungsforschung Allensbach hat 591 Manager zu ihren Schlafgewohnheiten befragt – mit bedenklichem Ergebnis. Rund 20 Prozent von ihnen bekommen fünf oder noch weniger Stunden Schlaf pro Nacht. Ein Drittel von ihnen ist davon überzeugt, dass sie sich wegen ihres Arbeitspensums nicht mehr Schlaf leisten können. Jeder zweite der Befragten meint, dass er definitiv zu wenig Schlaf bekommt.

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Change für alle

oder: Warum Marissa Mayer den Star-Bonus verliert

Marissa Mayer

Marissa Mayer

Zur Präsentation der bislang letzten Quartals-Ergebnisse stellte sie sich wie üblich per Video-Chat den Fragen der Wallstreet-Analysten. Ihr Credo lautete, dass sie mit ihrem Team für den Konzern ein stabiles ‚Wachstumsfundament‘ geschaffen habe. 400 Millionen User der mobilen Services von Yahoo sind zunächst einmal ein klares positives Statement. Auch die Neueinstellung zahlreicher Experten zeuge von dem ’stabilen Momentum‘, das Yahoo gewonnen hat. Allerdings folgen auf den Jubel bald auch vorsichtigere Töne (siehe dazu: Yahoos Quartalsbilanz). Bis das Unternehmen und seine Mitarbeiter wirklich glücklich wären, dürfte es noch mehrere Jahre dauern.

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