Vertrauen ist nicht käuflich!

Über goldene Käfige und echte Führung

Wie gut kennen Sie Ihre Mitarbeiter?

Wie gut kennen Sie Ihre Mitarbeiter?

Mit seinen neuen Richtlinien zum Datenschutz, die seit Ende Januar in Kraft sind, hat Facebook mal wieder von sich reden gemacht. Doch neben den Unmengen an Daten, die die Internetkonzerne Facebook, Google und Konsorten über ihre Kunden sammeln, vergisst man leicht, dass diese Unternehmen auch ihre Mitarbeiter auf ungewöhnliche Weise behandeln. Bei Google etwa werden sie in einen goldenen Käfig aus verschiedensten Annehmlichkeiten gesperrt. Von pragmatischen Dingen wie Waschsalons, über Fitnessstudios bis hin zu Köchen, Ärzten und Psychologen finden die Mitarbeiter in dieser Arbeitsumwelt, die einer All-inclusive-Ferienanlage ähnelt, fast alles. Ein Leben außerhalb davon wird nahezu überflüssig. Oder wie es ein Facebook-Mitarbeiter ausdrückt: „All diese Leistungen geben mir das Gefühl, dass meine Familie eine natürliche Erweiterung meines Jobs ist.“ Gruselig, oder? Alles in allem ein Gebaren, das an Sekten erinnert – Abschottung, messianischer Eifer und Erlösungsversprechen inklusive.
Doch ist dieser Aufwand, die Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, zweckmäßig? Und kann man davon Bestleistungen erwarten?

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… da hilft auch kein Orangensaft:

innerbetriebliche Mediation als Selbstzer-störungsmechanismus der Führung

gepresste OrangeSind Sie auch schon mit der Harvard-Orange (ein Prinzip der Mediation) bekannt gemacht worden? Falls nein: es handelt sich hierbei um eine Züchtung, die seit einigen Jahren zunehmend kultiviert wird.
Allerdings: diese Frucht entstammt nicht der botanischen Fakultät der alterwürdigen Harvard-Universität. Sie ist vielmehr ein geistiges Konstrukt, eine kleine allegorische Geschichte, die wieder das Harvard-Konzept des sachgerechten Verhandelns bzw. die Win-Win-Strategie bemüht. Die Geschichte existiert in vielerlei Varianten, eine hiervon geht wie folgt:
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Motivation bis zur Tiefenentladung

oder: Die Mär von der Motivation

Tschakaa Esel

Wie viele Esel sehen Sie auf dem Bild???

1. „Kann ich nicht“ wohnt meistens in der „Will ich nicht“-Straße. – Steffen Kirchner (Mentalcoach)
2. „Können wir das schaffen? Jo, wir schaffen das!“ – Bob, der Baumeister
3. „Wenn mir ein Verlierer sagt, dass etwas nicht geht, dann heißt das nur, dass es für ihn nicht geht. Für mich ist alles möglich. Der Gewinner ist immer Teil einer Lösung. Der Verlierer ist immer Teil eines Problems.“ – Mehmet Göker (Gründer MEG)
4. „Qualität kommt von Qual!“ – Felix Magath (Fußball-Trainer)
5. „Wenn Ihr das nächste Mal zweifelt, dann stellt euch die Frage: Was macht mich glücklich?“ – Steve Kroeger (Bergsteiger und Motivationstrainer)
6. „Ihr müsst Euch das als Ziel setzen, was Euer Ziel ist!“ – Dr. Christian Weilmeier (Motivationstrainer)

Und? Welche dieser launigen Ermunterungsversuche mussten Sie schon über sich ergehen lassen….?

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@Xing: Vom Management zu moderner Führung: Vom WAS zum WIE

Sehen Sie unseren Beitrag im Online-Magazin ‚Spielraum‘ von Xing zur Reihe ‚Neue Führung‘

Xing Vom Management zu moderner Führung: Vom WAS zum WIEHier der Link:

Vom Management zu moderner Führung: Vom WAS zum WIE

 

Viele Impulse bei der Lektüre wünscht Ihre Redaktion!

Kartellamt: Sterbehilfe für den stationären Handel?

Es ist paradox: ausgerechnet das Kartellamt kollaboriert mit Kartellen. Viele Fachhändler werden daran zugrunde gehen, manche vielleicht zu neuer Blüte auferstehen.Stationärer Handel

Kennen Sie Huntington? Samuel Phillips Huntington? Selten erreichte ein Politikwissenschaftler eine Bekanntheit und Breitenwirkung wie er. Ursächlich sind seine ebenso pointierten, wie umstrittenen Thesen vom ‚Kampf der Kulturen’, die sich insbesondere in seinem gleichnamigen Buch wiederfinden. Kurz gesagt: dort, wo sehr gegensätzliche Kulturen und Ideologien aufeinander treffen, entstehen Konflikte – insbesondere, wenn sich mindestens eine davon expansionistisch verhält.
Gegenstand seiner Betrachtung waren primär interkulturelle bzw. internationale Konflikte. Mit einigem Fug und Recht kann man die unübersehbaren Umwälzungen im Handel aber ebenfalls als einen Kulturkampf ansehen. Die Analogien sind mitunter frappierend.

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Führung – Haupt- oder Nebenrolle im Unternehmen

Führung in einer veränderten Welt – wie wir auf veränderte Bedingungen in unserer Führungskultur reagieren können

William Turner: Rain, Steam and Speed

Der Maler William Turner hat in seinem Bild ‚Rain, Steam and Speed‘ seine Wahrnehmung der Veränderungen durch die industrielle Revolution dargestellt.

Wir leben in einer Zeit der andauernden Veränderung. Die digitale Revolution hat unsere Welt und unsere Wahrnehmung der Welt nachhaltig modifiziert und gleichzeitig zu einer rasanten Beschleunigung des Alltags beigetragen. Früher benötigte eine Postkutsche mehrere Tage, um Informationen von einem Ort zum nächsten zu bringen. Heute werden innerhalb von Sekunden Informationen ausgetauscht und darauf basierend Entscheidungen getroffen.

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Rüpel, Rotznasen und Besserwisser

Muss ich als Chef jetzt auch erziehen?

Rotznase

Die erste Arbeitsstelle – Die letzte Chance zur Erziehung?!

Für viele Führungskräfte unter Ihnen eine leider alltägliche Situation: Da trifft man sich mit den Projektbeteiligten zum Statusmeeting, erwartet freilich, dass sich diese ausgiebig mit den Aufgaben auseinandergesetzt haben. Sehnsüchtig erwartet man die Fortschritte, die der jeweilige Mitarbeiter vorstellen soll. Was jedoch ans Ohr dringt, ist vielmehr ein ellenlanger Vortrag, warum er oder sie eben noch gar nicht weitergekommen ist, verbunden mit allerlei Begründungen, die verdächtig nach Rechtfertigungen und Ausflüchten klingen. Da ist davon die Rede, dass die bisher besprochenen Maßnahmen laut Google und Wikipedia ohnehin nicht umsetzbar seien oder das doch lieber an externe Fachleute gegeben werden solle. Die machten eh ganz ‚coole’ Dinge. Womöglich wird Ihnen sogar noch ein persönlicher Bekannter als solcher Fachmann ‚ans Herz gelegt’.
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Der Kunde ist unbelehrbar, …

… wann wird er den Handel endlich verstehen?

Kunde: "Heute erwische ich einen ... Verkäufer!"

Kunde: „Heute erwische ich einen … Verkäufer!“

Wenn man sich die Handelslandschaft – insbesondere die großflächigen darunter sowie die Fachmarktkonzepte – anschaut, muss man doch bei näherer Betrachtung eine ungeheuere Widerstandsfähigkeit der Spezies Kunde feststellen. Trotz jahrzehntelang intensiv ausgetüftelter Konzepte und Vorgehensweisen, die prozessual immer weiter variiert und perfektioniert wurden, ist es offensichtlich immer noch nicht gelungen, dem Kunden die richtige Haltung beim Shoppen näher zu bringen.
Beispiel Kundenleitsysteme: diese reichen von einfachen Informationsterminals über inzwischen höchst komfortable und einfachst bedienbare, multimediale, gut animierte und häufig ansprechend filmisch umgesetzte Hilfen bis hin zur Möglichkeit, an Selbstbedienungskassen eigenständig zu bezahlen. Doch auch die ständige Optimierung von Kundenleitsystemen scheint dieses eigenwillige Klientel nicht zufrieden zu stellen.
Ganz im Gegenteil: eine geradezu demonstrative Widerständigkeit und Eigenwilligkeit scheint diese offensichtlich anachronistisch veranlagte Gattung ‚Kunde‘ bis ins Jahr 2013 zu prägen. Und ihnen scheint jegliches Verständnis für Effizienz im Einzelhandelsprozess zu fehlen, denn sie fordern still und subtil den Wunsch nach persönlicher Beratung, Aufmerksamkeit und eine im Grunde unbezahlbare Individualität.
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Management by Objectives [MbO] – Die große Führungslüge

Oder: Warum die Sau vom Wiegen nicht schwerer wird!

Führungslüge Management by objectives MbO - Warum die Sau vom Wiegen nicht schwerer wird - Controlling - Dr. Thorsten Bosch

… wie oft muss ich mich heute noch auf die Waage zerren lassen …?

…es ist wieder Montag, es ist wieder Meeting und ergo ist da wieder die Sache mit den Listen, den Ergebnissen, den Reports und den To Do’s. Es ist ein typischer Wochenanfang in einem typisch deutschen Unternehmen.
Es ist wohl nötig, so häufig wie möglich zu zählen, zu wiegen, abzugleichen – einfach dran zu sein an den Leuten, um zu sehen, ob sie auch ja am Ball bleiben….
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