Vertrauen ist nicht käuflich!

Über goldene Käfige und echte Führung

Wie gut kennen Sie Ihre Mitarbeiter?

Wie gut kennen Sie Ihre Mitarbeiter?

Mit seinen neuen Richtlinien zum Datenschutz, die seit Ende Januar in Kraft sind, hat Facebook mal wieder von sich reden gemacht. Doch neben den Unmengen an Daten, die die Internetkonzerne Facebook, Google und Konsorten über ihre Kunden sammeln, vergisst man leicht, dass diese Unternehmen auch ihre Mitarbeiter auf ungewöhnliche Weise behandeln. Bei Google etwa werden sie in einen goldenen Käfig aus verschiedensten Annehmlichkeiten gesperrt. Von pragmatischen Dingen wie Waschsalons, über Fitnessstudios bis hin zu Köchen, Ärzten und Psychologen finden die Mitarbeiter in dieser Arbeitsumwelt, die einer All-inclusive-Ferienanlage ähnelt, fast alles. Ein Leben außerhalb davon wird nahezu überflüssig. Oder wie es ein Facebook-Mitarbeiter ausdrückt: „All diese Leistungen geben mir das Gefühl, dass meine Familie eine natürliche Erweiterung meines Jobs ist.“ Gruselig, oder? Alles in allem ein Gebaren, das an Sekten erinnert – Abschottung, messianischer Eifer und Erlösungsversprechen inklusive.
Doch ist dieser Aufwand, die Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, zweckmäßig? Und kann man davon Bestleistungen erwarten?

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Social Media als Imagefaktor: Ein Plädoyer für gutes Storytelling

Social Media: Gutes Storytelling als Image-Faktor

Social Media verlangt nach guten Stories und weniger nach Reklame!

Der kommerzielle Erfolg von Unternehmen hängt nicht zuletzt von ihrem positiven Image ab. Der mündige Kunde reagiert auf Negativmeldungen direkt und sehr sensibel. Zu besichtigen war dies bspw. im Mai 2014 nach dem Skandal um Hygieneverstöße und schlechte Arbeitsbedingungen in einigen Filialen der Fast-Food-Kette Burger King. Der Imageverlust hat die Kette auch nach eigenen Angaben hart getroffen. Einige Filialen wurden zumindest zeitweise geschlossen, Umsatzeinbußen lassen sich bis heute nicht vermeiden. Und die gerichtlichen Verhandlungen in dieser Sache ließen den ‚Vorgang‘ auch nicht so schnell aus dem Bewußtsein geraten.
Was diese Geschichte mit Social Media zu tun hat?

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Motivation bis zur Tiefenentladung

oder: Die Mär von der Motivation

Tschakaa Esel

Wie viele Esel sehen Sie auf dem Bild???

1. „Kann ich nicht“ wohnt meistens in der „Will ich nicht“-Straße. – Steffen Kirchner (Mentalcoach)
2. „Können wir das schaffen? Jo, wir schaffen das!“ – Bob, der Baumeister
3. „Wenn mir ein Verlierer sagt, dass etwas nicht geht, dann heißt das nur, dass es für ihn nicht geht. Für mich ist alles möglich. Der Gewinner ist immer Teil einer Lösung. Der Verlierer ist immer Teil eines Problems.“ – Mehmet Göker (Gründer MEG)
4. „Qualität kommt von Qual!“ – Felix Magath (Fußball-Trainer)
5. „Wenn Ihr das nächste Mal zweifelt, dann stellt euch die Frage: Was macht mich glücklich?“ – Steve Kroeger (Bergsteiger und Motivationstrainer)
6. „Ihr müsst Euch das als Ziel setzen, was Euer Ziel ist!“ – Dr. Christian Weilmeier (Motivationstrainer)

Und? Welche dieser launigen Ermunterungsversuche mussten Sie schon über sich ergehen lassen….?

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Mobbing resultiert aus Führungsfehlern

Mobbing

Mobbing gedeiht dort, wo es die Führung zulässt.

Mobbing ist ein Phänomen, das aus Sicht von Sozialwissenschaftlern und Psychologen zunimmt. Fast erscheint es als ein Tribut an immer härtere Zeiten in der Arbeitswelt. Im deutschen Arbeitsreicht ist Mobbing nach wie vor in einer Grauzone angesiedelt. Viele Opfer klagen nicht und machen ihre Probleme mit Kollegen oder Chef mit sich selber aus. Hinzu kommt, dass es in Deutschland bisher kein Gesetz gibt, das explizit auf Mobbing abstellt. Die psychologische Diagnose „Mobbing-Syndrom“ lässt sich vor Gericht nur sehr eingeschränkt verwerten, da es nur selten gelingt, eine echte Kausalität zu den Handlungen anderer herzustellen. Der Sachverhalt Mobbing wird fast ausschließlich an den körperlichen und seelischen Reaktionen der Opfer festgemacht – die Täter spielen dagegen nur eine sekundäre Rolle. Dementsprechend gering ist das juristische Resultat von entsprechenden Verfahren: Von insgesamt etwa 1.300 Mobbing-Klagen waren nur etwa fünf Prozent erfolgreich.

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Change (Miss-) Management und Motorrad (-crash) – ein Vergleich

Kurve

Ein Eldorado für Motorradfahrer…
Quelle: ww-motorradreisen.de

Ich fahre leidenschaftlich gerne Motorrad. Nicht nur gerne, sondern auch viel. Das höchste der Gefühle für mich ist, in den Bergen unterwegs zu sein: tolle Aussichten zu genießen, schöne Kurven- und Serpentinenstrecken zu finden, die Schräglagen und das Rausbeschleunigen aus der Kurve zu spüren… eben die pure Fahrdynamik eines Motorrads. Das übt eine ungeheuere Faszination auf mich aus!

motor_schraeg

Das Motorrad: ein komplexes Zusammenspiel der Kräfte; Quelle: hyperkommunikation.ch

Denjenigen, die nicht selbst fahren, sei gesagt: das ist Sport! Um ein Motorrad auf der Straße zu halten und – noch viel mehr – auf der richtigen Spur reicht es nicht, ein wenig am Lenker zu drehen. Gerade bei Kurvenfahrten muss das Motorradfahren richtiggehend bearbeitet und geführt werden: Spur wählen, anbremsen, Lenkimpuls, Gewichtsverlagerung, Abkippen, Blickführung, usw. Allesamt Faktoren, die ich als Motorradfahrer berücksichtigen muss.
Physikalisch betrachtet ist es ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Winkeln, Geschwindigkeiten, Ent- oder Beschleunigungswerten, Schwerpunkten, Reibungs- und Haftungskoeffizienten, Verwindungssteifigkeitswerten, Zug- und Druckstufen und was weiß ich noch alles.

Ich bin aber kein Physiker. Geschweige denn, dass ich all diese rationalen, physikalischen Größen während der Zufahrt auf die Kurve mit exakten Messwerten erfassen, verarbeiten und in folgerichtige Maßnahmen umsetzen könnte. Trotzdem bringe ich mein Motorrad regelmäßig um die Kurve.¹ Warum?

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Image von Unternehmen 2 – Erfolg durch Storytelling und den „menschlichen“ CEO

Winterkorn, President and CEO of Porsche Automobil Holding SE poses in Porsche after annual news conference in Stuttgart

In diesen Belangen eher der Antichrist: Martin Winterkorn (Volkswagen). Die jüngsten Überwerfungen mit dem Betriebsrat geben (wieder mal) Zeugnis davon. Bildquelle: zurnal24.si

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Ein positives Image kann für Unternehmen wettbewerbsentscheidend sein. Die Öffentlichkeit registriert recht genau, was in den Firmen vor sich geht – auch negative Interna finden meist recht schnell ihren Weg nach außen. Auch im „Kampf um die Talente“ geraten Unternehmen mit einem negativen Image schnell ins Hintertreffen. Eine aktuelle Studie belegt: Ein schlechter Ruf ist eine Konsequenz aus verfehlter Führung. Welches Image ein Unternehmen hat, bestimmen der Chef und seine Führungsqualitäten.

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Image von Unternehmen

Vertrauensweltmeister ist der Mittelstand

Das perfekte Image zählt

Das perfekte Image zählt

Das Image von Politikern und Großkonzernen ist in vielen Fällen nicht mehr der Rede wert. Den Ausschlag dafür gab unter anderem die letzte große Krise, welche die Weltwirtschaft zeitweise an den Rand des Abgrunds brachte. Aktuelle Studien zeigen, dass die Menschen zwar Orientierung suchen, jedoch längst nicht mehr bereit sind, den Großen aus Wirtschaft und Politik einen Vertrauensvorschuss zu gewähren. Vertrauen genießen stattdessen der Durchschnittsbürger oder technisch versierte Spezialisten. Für beide Image-Bilder steht in der Wirtschaftswelt nicht zuletzt der Mittelstand. In den Augen vieler Menschen ist er zum Vertrauensweltmeister avanciert.

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Gute Führung versus Werte-Management

Warum Systemglauben eine positive Unternehmenskultur nicht ersetzt

Gute FührungZwei Fragen: Was halten Sie von strikten Regeln? Und in welchem Maße glauben Sie an die Wirkung von verbindlichen Systemen? Auf den ersten Blick können ein Unternehmen oder auch externe Geschäftsbeziehungen ohne diese beiden Komponenten selbstverständlich nicht zuverlässig funktionieren. Regeln stellen sicher, dass alle Beteiligten wissen, was zu tun ist und wo ihre Grenzen liegen. Systeme sorgen idealerweise dafür, dass Prozesse nahtlos ineinandergreifen.

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Change in der Unternehmenskultur

oder: Die Erkenntnis, dass ein Wechsel nötig ist

Zeit für einen Change

Veränderungen scheitern oft, proklamiert man sie nur…

Aus der Finanzwelt kamen in den letzten Monaten nicht nur Nachrichten darüber, wie es um die Branche in der Erholungsphase nach der Krise steht. Sowohl intern als auch in der Öffentlichkeit sorgte eine Reihe von Todesfällen für einen Schock. Zuletzt wurde im Januar 2014 der Deutsche-Bank-Manager William Broeksmit erhängt in seiner Wohnung in London aufgefunden. Broeksmit galt als enger Vertrauter des früheren Investmentchefs und heutigen Co-Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain. Ursprünglich hatte Jain ihn als Risikovorstand des Hauses vorgesehen, was seinerzeit die Bundesfinanzaufsicht (Bafin) wegen mangelnder Führungserfahrung untersagte. Broeksmit schied Anfang 2013 schließlich vorzeitig aus dem Unternehmen aus.

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Ständige Erreichbarkeit – was bedeutet sie aus Führungsperspektive?

Ständige Erreichbarkeit

Das Problem hinter dem Problem mit der ständigen Erreichbarkeit sind handfeste Führungsprobleme.

Ständige Erreichbarkeit durch digitale Medien sowie Mobilgeräte gehört zu den ‚Geißeln‘ der modernen Arbeitswelt. Viele Arbeitnehmer geben sie in Studien als expliziten Überlastungsfaktor an, unter Experten gilt sie als einer der maßgeblichen Gründe für chronische Überforderung von Arbeitnehmern bis hin zum Burnout.

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